Mitgliederversammlungen und Berichte

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Protokoll der
Mitgliederversammlung des "Theologinnenkonvents in der EKKW e.V.“
am 6.9.2018 in Kassel/ Blaues Café

Anwesende: Margret Artzt, Nora Dinges, Gloria Dück (bis 15.20 Uhr), Nicola Haupt (bis 15.10 Uhr), Susanne Hüfken Katrin Klöpfel, Mareile Preuschhof, Brigitte Schrödter-Hoffmann, Regina Sommer, Ariane Vermeil (bis 15.25 Uhr), Ira Waterkamp, Annika Weisheit (bis 14.40 Uhr), Anke Zimmermann.

Formalia: Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig. Die mit der Einladung verschickte Tagesordnung wird nicht ergänzt.

Tagesordnung:
TOP 1) Bericht der Vorsitzenden und Aussprache
TOP 2) Kassenbericht und Aussprache
TOP 3) Bericht der Kassenprüferinnen und Entlastung des Vorstandes
TOP 4) Spendenanfragen und Beschluss über Spendenvergabe
TOP 5) Berichte aus den Regionalkonventen
TOP 6) Bericht vom EKD-Konvent in Goslar
TOP 7) Verschiedenes
NEU TOP 8) Zuordnung des Theologinnenkonvent zur Landeskirche

TOP 1: Bericht der Vorsitzenden und Aussprache
Die Vorsitzende Ira Waterkamp berichtet aus der Arbeit des Vorstandes seit der Mitgliederversammlung im März 2017. Der Bericht liegt allen Teilnehmenden schriftlich vor (siehe Anlage Nr. 1). Es ergeben sich Rückfragen und Aussprachen zu folgenden Punkten:

  • Zur Frage, wie jüngere Kolleginnen für eine Teilnahme am Studientag gewonnen werden können. Die Vorstandsfrauen berichten von den persönlichen Besuchen in jedem Vikarskurs, von den Einladungen, die auch per Mail an alle Vikar*innen versendet werden, von der Teilnahme an der Ordination und dem kleinen Geschenk für jede neue Kollegin. Regina Sommer wird prüfen, ob die Einladungen auch an die Studentinnen weitergegeben werden können und der Studientag in das Begleitprogramm der Stipendiatinnen aufgenommen wird.
  • Zur Frage, ob nicht eine Mitgliederbefragung hilfreich wäre. Es ist ja durch die verstärkte Mahnungstätigkeit von Anke Zimmermann und Katrin Klöpfel zu gewissen „Bereinigungen“ in der Mitgliederliste gekommen. Wäre es hilfreich, die Mitglieder zu befragen, was Sie sich vom Verein erhoffen und wünschen, warum sie bleibend Mitglied sind und sie vom Vorstand erwarten?
  • Anfrage an den Vorstand, wie gut der Theologinnenkonvent in den social media vertreten ist und ob es da weitere Öffnungen (facebook, twitter usw.) geben sollte. Bisher existiert eine Homepage, die gut gepflegt wird, und auf der ein Online-Eintrittsformular hinterlegt ist.
  • Zur Frage, wer sich nächstes Jahr bei den Wahlen für Vorstandsaufgaben zur Verfügung stellen wird.

Folgender Beschluss wird gefasst, angeregt durch den Vorstandsbericht: Die Tagesordnung wird um TOP 8 erweitert „Zuordnung des Theologinnenkonvent zur Kirche“
Einstimmig

TOP 2: Kassenbericht und Aussprache
Anke Zimmermann, die die Kasse des Theologinnenkonvents führt, berichtet vom Kassenjahr 2017. Der Kassenbericht geht in Kopie jeder Anwesenden zu (siehe Anlage Nr. 2). Der Kassenstand am Ende des Rechnungsjahres 2017 (Stand: 31.12.2017) betrug 2.500,83 Euro. Es gibt keine Rückfragen zum Kassenbericht.

TOP 3: Bericht der Kassenprüferinnen und Entlastung des Vorstandes
Die Kasse wurde von Tamara Morgenroth und Mareile Preuschhof geprüft. Die beiden haben bei der Kassenprüfung keine beanstandenswerten Vorgänge bemerkt. Die Kasse wird ordnungsgemäß geführt, alle Belege liegen vor und stimmen mit dem Kassenbuch überein. Der Antrag auf Entlastung des Vorstandes wird angenommen bei 8 Ja-Stimmen und 4 Enthaltungen.

TOP 4: Spendenanfragen und Beschluss über Spendenvergabe
Kassenführerin Anke Zimmermann schlägt vor, 1.000 Euro als Spenden weiterzugeben. Dann blieben immer noch mehr als 1.000 Euro auf dem Konto.

a) 400 Euro sollen für die Jahresprojekte der Frauenarbeit des GAW 2018 gespendet werden. Brigitte Schrödter-Hoffmann stellt die Projekte näher vor und teilt Flyer aus: Einkommen für Menschen mit Behinderung im Kosovo; Verleih von Pflegebetten in Slowenien.
Nähere Infos: www.gustav-adolf-werk.de
Frau Schrödter-Hoffmann berichtet auch vom im August 2018 erschienen Heft „Alles ist bereit. Evangelisch in Slowenien“. Dieses Heft bietet interessante Hintergrundinformationen zum WGT-Land 2019.

b) 400 Euro sollen für die Arbeit von FRANKA gespendet werden. Margret Artzt und Regina Sommer berichten von den Ergebnissen der letzten Vorstandswahlen. Die Flüchtlingsbewegungen der vergangenen Jahre haben den Schutz von Frauen, die Opfer von sexueller Gewalt und Menschenhandel geworden sind, noch dringlicher gemacht. So findet sich im Jahresbericht von FRANKA auch zu Beginn die Fluchtgeschichte einer Frau, die aus Äthiopien über Libyen nach Deutschland geflohen ist.
Nähere Infos: www.franka-kassel.de

c) c) 400 Euro sollen erneut für die Arbeit des Frauenhauses in Pretoria gespendet werden, dass die Mitglieder der internationalen Frauenkonsultation in Südafrika in 2016 besucht haben. Die Arbeit, die dort geleistet wird, wurde im Rahmen des Studientages 2017 ausführlich vorgestellt.

d) d) Der Vorschlag, Geld für die Arbeit der Frauenrechts- und Hilfsorganisation „medica Mondiale“ zu spenden, die in diesem Jahr ihr 25jähriges Jubiläum feiert, wurde lange diskutiert. Am Ende stimmte die Mehrheit der Anwesenden dagegen, weil davon ausgegangen werden kann, dass der Verein „Medica Mondiale“ einen größeren Bekanntheitsgrad hat als das Frauenhaus in Pretoria und dass „Medica Mondiale“ gewiss einen guten Spendenzulauf hat. 2017 ist eine filmische Dokumentation über die Gründerin Monika Hauser entstanden.
https://www.kino.de/film/monika-hauser-ein-portraet-2017/

e) e) Tamara Morgenroth fragt im Auftrag des Organisationsteams des Frauenmahles in Treysa an, ob der Theologinnenkonvent das Frauenmahl mit einer Spende unterstützen würde. Eine lebendige Diskussion schließt sich an, welche Ziele sich mit den Spenden aus dem Mitgliedsbeiträgen verbinden. Geht es um sozialdiakonische Projekte, die Frauen zugutekommen? Geht es auch um die Förderung von Bildungsveranstaltungen oder Bildungsprojekten, die speziell Frauen zugutekommen? Will der Verein künftig Veranstaltungen finanziell unterstützten (gegen Abdruck des Vereinslogos, Auslegen der Flyer usw.), die in Deutschland stattfinden und sich an Frauen richten und/oder Frauenspezifische Themen behandeln?
Die Anwesenden beschließen, bei 4 Ja-Stimmen, 5 Gegenstimmen und 2 Enthaltungen, dass das Frauenmahl in Hephata nicht finanziell unterstützt wird, auch nicht mit einem solidarischen Beitrag.
Einstimmig beschließen die Anwesenden den von Tamara Morgenroth eingebrachten Beschluss, dass der Vorstand bis zur nächsten Mitgliederversammlung für sich die Frage klärt, welches Ziel sich mit den Spenden aus Mitgliedsbeiträgen verbinden. Die Mitgliederversammlung in 2019 wird dann über dieses Ergebnis beraten und ggf. beschließen.

Die Vorschläge a, b und c werden einstimmig so angenommen. Insgesamt werden in 2018 also vom Theologinnenkonvent der EKKW 1.200 Euro an drei verschiedene Organisationen gespendet.

Beschluss: 11 Ja-Stimmen, 0 Gegenstimmen, 0 Enthaltungen.

TOP 5: Berichte aus den Regionalkonventen

  • Twiste-Eisenberg:
    Ariane Vermeil berichtet, dass sich alle 4-6 Wochen ca. 8 Frauen treffen. Sie besprechen aktuelle Themen, Aufsätze, kirchenpolitische Themen oder bringen Fragen aus der eigenen Arbeitspraxis ein. Einmal im Jahr wird miteinander gewandert. Die Gruppenzusammensetzung ist relativ konstant, ab und an dürfen neue Mitglieder begrüßt werden.
  • Ziegenhain:
    6-8 Frauen treffen sich ca. 4 mal im Jahr in unterschiedlicher Anzahl. Kollegiale Beratung und persönlicher Austausch werden gepflegt, manchmal bringt eine Frau ein Thema mit, im Sommer gibt es traditionell einen schönen Wanderausflug.
  • Homberg:
    Alle Versuche, Frauen einzuladen, sind gescheitert. Eine Antwort, die auf die persönliche Einladung häufiger zu hören war: „Ich bin voll mit Arbeit eingedeckt, wenn ich mal freie Zeit habe, dann treffe ich mich mit Freundinnen und bin froh, wenn ich dann nicht über Kirche und Theologie nachdenken und sprechen muss.“

TOP 6: Bericht vom EKD-Konvent in Goslar
Annika Weisheit hat als Vorstandsmitglied an der Jahrestagung des „Konvent ev. Theologinnen in der Bundesrepublik Deutschland e.V.“ teilgenommen. Thema „ecclesia semper reformanda – fragt sich nur wohin“ vom 4. – 7. Februar 2018 in Goslar. Prof. Dr. Cornelia Richter, Professorin für Systematische Theologie an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn mit Dienstsitz an der Universität Köln hielt den Hauptvortrag. Ihre These: Wir brauchen eine situative Ekklesiologie, denn Kirche ist situativ. Weitere Informationen zum Konvent siehe Heft „Theologinnen Nr. 31“:
https://www.theologinnenkonvent.de/pdf/theologinnen/Theologinnen-31.pdf

Erneut war sichtbar, dass die Mehrheit der um die 50 Teilnehmerinnen im Pensionsalter waren. Es waren diesmal nicht alle landeskirchlichen Konvente mit Delegierten vertreten. Und es gab wieder Teilnehmerinnen, die nicht in ihren Landeskonventen Mitglied sind. Zwei Lettinnen und eine Estin nahmen am Konvent teil, eine Simultanübersetzung machte einen fruchtbaren Austausch miteinander möglich.

An der Tagung in 2019 zum Thema „Frauen und Ämter – Motivationen, Widerstände, Zugangswege“ vom 3. Bis 6. Februar 2019 in Güstrow wird Annika Weisheit wahrscheinlich nicht teilnehmen, aber evtl. Nina Haupt. Das Hauptreferat hält Dr. Silke Köhler, Studienleiterin Führungsakademie für Kirche und Diakonie.

TOP 7: Verschiedenes

Ira Waterkamp verweist noch einmal auf die Vorstandswahlen, die im Rahmen der Mitgliederversammlung in 2019 vollzogen werden. Viele aus dem aktuellen Vorstand wollen sich nicht mehr zur Wahl stellen. Wer könnte für ein Vorstandsamt gewonnen werden? Bitte mitdenken und in Frage kommende Frauen ansprechen.

Zu welchem Thema soll der Studientag 2019 vorbereitet werden? Viele sprechen sich für ein Thema aus, bei dem jüngere und ältere Theologinnen miteinander ins Gespräch kommen können („Begegnung der Generationen“). Weil der Austausch mit der jüngeren Generation im Vordergrund steht, so einige, sollte ein Thema gewählt werden, welches Theologiestudentinnen und Vikarinnen sowie Berufsanfängerinnen bewegt. Welche Themen kämen da in Frage? Vereinbarkeit von Familie und Beruf? Social Media? Der Vorstand soll einen Termin für den Studientag und die Mitgliederversammlung festlegen – wenn möglich wegen der KV-Wahlen vor September 2019. Der Vorstand soll an dem Thema „Pfarramt digital/ Pfarramt vernetzt/ Evangeliumsverkündigung und neue Medien“ arbeiten.

Die Anfrage des GAW zu einer gemeinsamen Veranstaltung zum Thema „Frauenordination weltweit“ findet kein großes Interesse. Das GAW kann eine solche Veranstaltung auch ohne den Konvent gut durchführen.

Die Themenvorschläge von Christiane Luckhardt (Wirtschaft ist care oder „Vater unser/ Mutter unser“ mit Ina Praetorius als Referentin) finden keinen großen Anklang.

NEU TOP 8: Zuordnung des Theologinnenkonvents zur Kirche

Ira Waterkamp teilt einen Brief vom Landeskirchenamt, Hrn Thorsten Gerhold, vom 23.7.2018 an den Vorstand des Theologinnenvereins aus. Ein EKD-Gesetz, welches durch ein kurhessisches Ausführungsgesetz (KABl 2017 S. 30) auch in der EKKW gilt, will eine „verbindliche Zuordnung zur Kirche von solchen rechtlich selbständigen Einrichtungen regeln, die einen Teil des Auftrags der Kirche wahrnehmen und in einer engen Verbindung zu ihr stehen. Die Feststellung der Zuordnung dienst der rechtlichen Klarstellung der Beziehung einer Einrichtung zur Kirche nach innen und außen.“ Aus Sicht der Landeskirche ist der Theologinnenkonvent als eingetragener Verein aufgrund seiner Aufgaben (vgl. § 2 Ziffer 2 der Satzung) der Landeskirche zugeordnet. Als Rechtsfolge der Zuordnung würde der Theologinnenkonvent am Selbstbestimmungsrecht der Kirche partizipieren und könnte kirchliches Recht anwesenden, z.B. Datenschutzgesetz der EKD, kirchliches Arbeitsrecht. Nähere Infos siehe Schreiben vom 23.7.2018, welches bei der Schriftführerin angefragt werden kann.

Schreiben der Landeskirche mit dieser Anfrage haben auch das GAW, der EC, der diakonische Verband, der Pfarrverein und andere bekommen. Eingriffe in die Selbständigkeit oder die Arbeitsschwerpunkte der eingetragenen Vereine oder Einrichtungen sind nicht möglich.

Regina Sommer hat auf Bitte des Vorstandes mit der Juristin Dr. Wellert gesprochen. Diese sieht eine Zuordnung zur EKKW durchweg positiv und hat diverse Vorteile benannt.

Einige der Anwesenden verstehen diese Anfrage der EKKW als Wertschätzung und als „nachträglichen Ritterschlag“ für die Interessenvertretung, die der Theologinnenkonvent bis zu seiner Vereinsgründung war.

Beschluss: Der Theologinnenkonvent in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck stimmt der Zuordnung als eingetragener Verein zur Landeskirche (entsprechend dem Zuordnungsgesetz der EKD und den kurhessischen Ausführungsbestimmungen KABl 2017 S. 30) zu.

Einstimmig: 11 Ja-Stimmen, 0 Gegenstimmen, 0 Enthaltungen.

Mit einem Dank an alle Anwesenden und diejenigen, die zum Gelingen des Tages beigetragen haben, schließt Ira Waterkamp als 1. Vorsitzende die Mitgliederversammlung um 15:38 Uhr.

Gez. Pfarrerin Katrin Klöpfel


Pressemitteilung

Der Theologinnenkonvent der Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck betrachtet die Abschaffung der Frauenordination in Lettland mit Sorge


Protokolle vergangener Mitgliederversammlungen


Berichte der Vorsitzenden über die Arbeit des Theologinnenkonvents e.V.


Berichte von Studientagen


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